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Alltag in der Pampa

 

Pech und Pannen

 

Wenn man denkt man hat seine Ruhe dann geht’s erst richtig los.

 

Nach dem Regen über Regen, der erst gestern kurz mal aussetzte, nieselt es schon wieder.

 

Meine Bettruhe endete heute morgen  Uhr gegen kurz vor 7, als ich das läuten des Telefon hörte, aufstand und abhob. Die aufgeregte Stimme meiner Liebsten machte mir deutlich, dass der "Reifenservice" gefragt war.

 

Sie hatte schon mehrfach seit 05.30 Uhr angerufen, was ich natürlich in meinem selig unschuldigen Schlaf nicht gehört hatte.

 

Sie hatte eine Reifenpanne vorn rechts und ich sollte ihr helfen.

 

Also "Katzenwäsche", Arbeitskleider anziehen, kleine Kaffeetasse mit Medikamenteneinnahme hinuntergewürgt, Thermokanne mit "Warmes" und Gebäck für die Wartende eingepackt.

 

Eigenes Fahrzeug mit Wagenheber, Werkzeug und gefülltem Kompressor bestückt und die 13 km zum "Pannenauto" gefahren.

 

Verpflegung übergeben und Reifen gewechselt.

 

Natürlich hatte der Reservereifen erheblich zu wenig Luftdruck, deshalb der gefüllte Kompressor!

 

Nach guten 20 Minuten haben beide Fahrzeuge den "Pannenort" in entgegengesetzten Richtungen wieder verlassen. 

 

Sie zur nächsten Werkstatt, um neue Reifen zu kaufen und TÜV machen zu lassen und ich, um ein anständiges Frühstück einzunehmen.

 

Kaum hatte ich den ersten Schluck Kaffee getrunken sah ich drei Autos des Stromlieferanten "Trønderenergie" den Weg nach unten rasen.

 

Ich hatte schon gehört, das es in "Leirvika" Probleme mit dem Strom gab und ein Teil der "Freileitung" -nach meinem Abzweig-  erneuert werden muss.

 

Dieser Teil der Freileitung zwischen zwei "Stolpen" liegt jedoch auf einer kleinen Insel, die nur bei Ebbe trockenen Fußes  durch unwegsames Gelände zu erreichen ist.

 

Es kam wie es kommen musste.

Ich war kaum fertig mit meinem Frühstück, da sah ich einen Werkstattwagen erst hin und her fuhr. Suchte wohl einen Zugang zum unwegsamen Gelände längst meiner Strom-Freileitung zum Stolpen auf der kleinen Insel. Kurz darauf klingelte es an der Tür was ich schon erwartet hatte. Da stand ein junger Mann mit "Thailandwurzeln", der schon mal vor ca. 7-8 Jahren  hier ein langes vermutlich unvergessenes Wochenende mit anderen Kumpels verbracht hatte.

 

Er wusste das ich ein Boot besitze und fragte, ob ich sie damit auf die Insel bringen könnte.

 

 

 

 

 

So habe ich vier junge Männer mit Helm , Ausrüstung und diversem Kabelmaterial zur Insel gebracht und nach verrichtetem Kabeltausch zwischen zwei Stolpen auch wieder zurück in den Kleinboothafen.

 

 

 

 

 

Ich glaube sie waren sehr zufrieden über meine Mithilfe und bedankten sich herzlich.

 

Eine kleine Rundtour mit dem Boot ohne Schwimmwesten war leider nicht möglich, obwohl sie sich über das Angebot freuten.

 

Kaum war ich zu Hause kamen die drei Werkstattwagen des Stromlieferanten nach positiver Überprüfung der Anlage im Haus in Leirvika in Kolonne fahrend in Richtung R 713 vorbei.

 

Es war nun schon "Coffeetime" und schon kam auch meine "Liebste" glücklich mit neuen Reifensatz und neuem TÜV zurück.

 

Zur Feier des Tages brachte sie einen schönen Kuchen mit und machte einen schönen gekauften "Schmorbraten".

 

Ein einfacher Alltag eben hier in der Pampa auf der Insel.

 

Eigentlich wollte ich auch noch von meiner Wasserversorgung berichten, aber es ist schon spät.

 

Bis dann

 

Klaus

 

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Kommentare: 5
  • #1

    Der Bauer . (Dienstag, 09 Juli 2019 08:45)

    Schoen von DIR zu lesen , und bewegen kannst DU dich auch noch .

    Der Kaffee schmeckt und alles ander auch , HILFSBEREIT wie immer .

    Gruesse von der Bauerfamilie in den Norden .

  • #2

    Norwegerklaus (Dienstag, 09 Juli 2019 10:19)

    Danke für die Grüsse , ich gebe sie von Herzen zurück an die Bauernfamilie. Von Pampa zu Pampa!!
    Ist halt kein optimales Wetter hier und da kann ich hier auch mal vom Alltag schreiben. Wie ich gerade gesehen habe gibts bei Euch auch Kuchen und Torte für das Scleckermäulchen!
    Grüsse an alle
    Wiki

  • #3

    Der Bauer . (Sonntag, 14 Juli 2019 12:46)

    Beim naechsten Besuch , sind sie auf dem Teller naeben dem Kaffee.

    Als der Schwiegervater starb , sind wir seit dem eine Grossfamilie .

    Die Schwiegermutter lebt seit 2 Monaten bei uns , es gibt SCHLIMMERES Nackt Baden ist vorbei .

    Gruesse in den Norden .

  • #4

    Norwegerklaus (Sonntag, 14 Juli 2019 13:59)

    Herzliches Beileid zu beiden Dingen.
    Den Stoffetzen anzuziehen ist ja auch nicht so wild, wenn Du dann auch noch Dein Bierchen trinken darfst.
    Gruß Wiki

  • #5

    Der Bauer . (Dienstag, 16 Juli 2019 05:02)

    Die Schwiegermutter stoert nicht , lebt im Alten Haus mit einer Nichte die sie betreut.

    Das Problem war der Sohn von der Schwiegermutter , wolte sich nicht mehr um sie kuemmern , nix mehr zu Erben

    oder holen glaubte er .

    Die Nichte wird von 2 Toechter bezahlt , eine lebt in Kolat und eine in England , die 3 Tochter nagt selbst am

    Hungertuch .

    Die Biene kommt fuer essen und alles ander auf , nix mehr so viel 3 Tage da oder dort .

    Man hat den Falang gefragt und gebeten , ob sie hier bleiben kann .

    Da meine 1 Schwiegermutter auch bei uns lebte , als sie erkrankte hab ich da weniger probleme .

    Sonst alles in Ordnung , mit dem Alter wartet man dan halt nur auf die Letzte Party als Toter .

    Gruesse in den Norden .