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Energieversorgung der Hütte

 

Energieversorgung in der Pampa

Nach dem Bau der Hütte an einem sehr sonnenreichen und West/Nord-windgeschützten Platz an einer Meeresbucht mit dem Namen Skjellvalen hatte ich natürlich auch eine Stromleitung legen lassen.

 

 

Erst wurde ein befahrbarer Weg gebaut....(Strom kommt später über den Berg geradeaus)

 

...dann die Hütte (irgendwann mal mehr darüber) und dann erst die "Stromversorgung".

 

Dies musste ich aber selbst bezahlen, da es ein „Freizeithaus“ war. Zur Kopplungsstelle wurden acht Stolpen für die 500m Freiluftleitung gesetzt.

Die letzten 60 Meter haben wir selbst mit Erdkabel im Boden verlegt und über den späteren frostfreien „Kriechkeller „ in das Haus zum Hauptsicherungkasten gelegt.

Natürlich mit hightec Ausrüstung.... unserem Traktor mit Grabeeinrichtung.

 

Den Hausanschluß musste eine Firma machen, die auch noch eine Erdung mit einer 2m langen in den Boden gerammte  Kupferstange herstellte . Alle Räume haben einen elektrische Heizkörper, die ich aber kaum benutze, meist nur zum Frostschutz bei Abwesenheit im Winter. Im Keller ist ein 50 Liter Warmwasserbereiter für Innen- und Außendusche, Küche und Handwaschbecken.

Für die Notstromversorgung habe ich ein kleines Arregat mit 2 KW , was für die Beleuchtung, TV pp. sowie Kühl- und Gefrierschränke ausreicht.

 

Gerade gestern Vormittag habe ich dies Gerät bei einem gut 7stündigen Ausfall  eingesetzt. Das Arregat ist sofort angesprungen.

Das Kaffewasser wurde auf dem Ofen gekocht und bei Sturm und Regen vor dem TV und PC ausgeharrt.

 

Wärmeversorgung

Für die notwendige Wärmeversorgung der Wohnräume benutze ich einen sog. kleinen Kaminofen für Holz in der „Hüttenstube“.

 

Durch ein Lüftungssystem wird falls gewollt das ganze Haus und der Anbau mit Gästeraum, Sauna und Ruheraum pp. damit erwärmt .

Das Holz ist selbst geschlagen und ofenfertig gemacht.

Umweltfreundlich und für uns kostengünstig - solange die Füße tragen!!!

 

 

„ Brennholz machen“ als Spaß und Notwendigkeit

 

Die notwendige Ausrüstung!

Die alte Seilwinde wird über den Traktor betrieben.

Ich brauche sie um die Baumstämme aus dem unwegsamen Gelände herauszuziehen.

 

Ein paar Bilder…die mit dem Typen sind mit Selbstauslöser gemacht!!!

 

Da musste ich in 10 Sekunden wieder am Platz sein… bin dreimal gestolpert, denn so schnell ist man nicht mehr!

 

 

 

 

Jetzt über 20 Jahre nach dem Hüttenbau kann ich für die Selbstversorgung Holz aus einem Radius 500 Meter schlagen und verbrennen.

 

Es ist so viel gewachsen, das es jetzt immer wieder nachwächst ohne große Lücken zu hinterlassen.

 

 

Da ist auch noch die Versorgung für die Ofenheizung vom Sohn und Familie gesichert.

Es sind verschiedene Hölzer meist Birken und Espen und keine Kiefern mehr.

 

Holz als Abenteuer

 

Früher, als ich den Winter noch nicht im Süden verbrachte,  hatte ich mit einem Nachbarn im Winter Touren in die Berge gemacht, um Kiefern für Nutz- und Brennholz zu schlagen, natürlich mit zwei Trakoren mit Seilwinden.

Bei jeder Tour wurden von jedem etwa 8-10 Stämme die entästet waren mit Ketten an den Traktor gehängt und zum Lagerplatz an der Straße gefahren. Die Fahrzeit lag meist bei 40 Minuten über Stock und Stein bis 25% Steigung bzw. Neigung über Moore und Bäche. Dies ging also nur nach längerem Frost und Schnee und auch da hatte man oft Probleme mit dem Gelände. Es war einfach herrlich für einen Großstädter wie mich so etwas zu erleben.

Vor dem Morgengrauen mit dem angewärmten beheizten Traktor loszufahren - mit Thermokanne und Butterbrot- zum ca. 5 km entfernten „Lagerplatz“ , wo der „Skogsvei“ (Waldweg) in den Wald und die Berge abgeht.

 

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Dieser „Weg“ ist eben nur bei/nach starkem Frost und mit Ketten zu befahren.

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Ich Träume heute noch von diesen ersten Fahrten im Morgengrauen, wo mit das Herz in die Hose rutschte und der Adrenalinspiegel an der Oberkante war. Nach zwei Kilometer gibt es auch keinen sichtbaren Traktorweg mehr und die erste Tour zu einer größeren Baumgruppe über das Hochmoor war teilweise sehr, sehr spannend. Mehrfach musste man sich gegenseitig aus noch vorhandenen Löchern ziehen , Gräben auffüllen oder andere Fahrwege suchen. Am nächsten Tag bei genügend Nachtfrost war alles zugefroren und glattgefahren wie eine Autobahn.

 

 

 

Dann konnte man doppelte Last anhängen und auch gebogene Stämme.....

 

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(z.B. für Skulpturen) ziehen.

 

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Die gesammelten Stämme wurden im Frühjahr auf dem Lagerplatz sortiert, beschnitten für Nutzholzstämme in gewünschter Länge  und dem Brennholz in 30-40 cm langen Stücken.

Über die Nutzholzherstellung schreibe ich mal später.

Die Holzkubben wurden  vom Lagerplatz auf einen Traktorhänger geladen und nach Hause gefahren.

Die Nutzholzstämme wurden gestapelt und blieben am Ort.

 

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Gespalten und gestapelt wurde erst im Mai und im nächsten Jahr kann es trocken verbrannt werden

Sogar die Katze kam zur Inspektion bei dieser gehackten Menge Brennholz für wohlige Wärme!!!

Na ja, natürlich nicht mit der Axt sondern einem Holzspalter über den Traktor betrieben.

 

 

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