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Alltags-, Hüttenleben auf der Insel Hitra

Gestrichen..."unbekannt verzogen"

Nun haben wir schon wieder Spätsommer in Norwegen.

Wie schon in den vielen letzten Jahren ist mein Aufenthalt hier nicht nur von Freude und Spaß gekennzeichnet.

In meinem 16. Aufenthaltsjahr in Norwegen, wo ich als Pensionist wohnsitzregistriert bin und mich überwiegend aufhalte, hat man mich schon zum zweiten Mal zwangsabgemeldet und einen unbekannten Aufenthalt im Ausland zugeordnet.

Ein mir nach 10 Jahren registriertem Aufenthalt amtlich zertifiziertes unbegrenztes lebenslanges Aufenthaltsrecht aus dem Jahr 2011 bedeutet wohl nicht ein "Wohnsitzrecht" (bosett rett).

Zwangsabmeldung mit Verlust von Rechten könnte man auch mit “rausgeworfen“ bezeichnen.

Dies habe ich schon einmal 2013 durchlebt nach meiner Abwesenheit im Winter wegen einem längeren Urlaub im sonnigen Süden.

Es ist gut zu wissen, das die Meldebehörde „Folkeregister“ ein Teil des Finanzamtes (Lingningskontor/Skattetaten) ist wenn man die Vorgehensweise verstehen will.

 

Norwegen ist ein Vorreiter für Digitalisierung in allen Lebensbereichen, wo Kinder schon die Drops am Kiosk mit der Bankkarte bezahlen, Autos per Internet umgemeldet werden und Papierrechnungen oder sonstige -mitteilungen mit horrende Gebühren belegt sind.

 

 

 

 

Hinausgeworfen, einfach gestrichen!!

 

Mein Favoritenland in dem ich seit 2001  registriert/gemeldet bin und 3facher Opa von norwegischen Kindern meines norwegischen Sohnes und Ehefrau hat mich per Beschluss, in meinen Augen fast willkürlich, als „nicht mehr vorhanden“, als „utflyttet“ mit unbekannten Aufenthalt ins Ausland verzogen registriert.

 

Willkürlich in meinen Augen, weil es 2013/14 schon einmal im fast voll digitalisierten Norwegen während meiner winterlichen Abwesenheit mit meiner norwegischen Lebensgefährtin per Postbrief und einer kurzen Antwortfrist schon einmal „zwangsabgemeldet“ wurde.

 

Da hatte ich bei Rückkehr Widerspruch eingelegt und nach einem Schreiben und den entsprechenden Unterlagen wurde der „Rausschmiss“-Beschluss als nicht gerechtfertigt zurückgenommen.

 

Dies lief noch ohne negative Folgen ab, jedoch mit der Erkenntnis, das die von mir eingerichtete digitale Postkasse von den „Öffentlichen“ offensichtlich nicht genutzt wird.

 

Diese Erkenntnis sollte sich im Jahr 2016 erneut bestätigen und sogar noch vertiefen, denn aus den vorangegangenen Erfahrungen hatte ich mich in der speziellen digitalen Post beim norwegischen Postwesen und im öffentlichen „Altinn“ bei der Steuerbehörde registrieren lassen.

Bei Skatteetaten (Finanzamt) , jedoch wurde dies erst beim „Aufhebungsbeschluss“ (siehe Auszug) genutzt, nachdem ich erneut geschrieben und noch einmal auf meine digitale Erreichbarkeit hinwies.

Vorher hatte ich aber schon Hinweise auf mein auch dort registrierten email-Adresse erhalten,zB. auf die Fristen zur Steuererklärung.

 

Auszug aus dem digitalen Schreiben auf meiner Seite bei Skatteetaten:

 

Omgjøringsvedtak

Vi viser til din klage mottatt 18.04.2016 vedrørende vårtvedtak.................

Freie Übersetzung:

Rücknahmebeschluss

Wir weisen auf deinen Einspruch vom 18.4. 2016 gegen den Beschluss vom 9.3.2016 dich als „mit unbekannten Aufenthalt von Norwegen verzogen“ zu registrieren. Der Beschluss wurde auf der Grundlage des unbeantworteten Brief vom 10.2.2016 (das sind mit Zustellungszeit 25 Tage)

Nach den nun eingetroffene Erklärungen gibt es keine Grundlage dich als „mit unbekannten Aufenthalt von Norwegen verzogen“ zu registrieren.

 

 Hier stimmt was nicht........

Irgend etwas passt hier nicht in der Vorgehensweise bei der Aufgabe das „Melderegister“ zu bereinigen.

Ich habe alle Voraussetzungen für die „Öffentliche Administration“ mich jederzeit über digitale Systeme zu erreichen, habe Bankkonten, bin als Halter von einem Kraftfahrzeug und sonst überall aktuell nachvollziehbar registriert.

Ich bin beim bekannten Wohnsitz über 15 Jahre in Norwegen gemeldet.

 

Habe das Prozedere der „Melderegisterbereinigung für Einwanderer die nur geringe oder keine Steuern zahlen“ durch die identische Dienststelle schon im Jahr 2013/14 erlebt mit dem gleichem Ergebnis.

Omgjøringsvedtak

Vi viser til din klage mottatt..........

Nach den nun eingetroffene Erklärungen gibt es keine Grundlage dich als „mit unbekannten Aufenthalt von Norwegen verzogen“ zu registrieren.

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Dies alles ist nicht von Bedeutung, aber in diesem Jahr hatte der zurückgenommene Beschluss eine erheblich nachteilige Folgen!!!!!

 

Ich hatte im Mai einen Arzttermin bei meinem „Fastleger“ d.h. zugewiesenen Hausarzt.

Dieser wies mich darauf hin, das ich im norwegischen Gesundheitssystem als „unbekannt ins Ausland verzogen“gemeldet bin und er nun nicht mehr nach gut 7 Jahren als mein „Fastleger“ gilt.

 

Also beschwere ich bei der Gesundheitsverwaltung, da ich endlich über einen langen Zeitraum einen „Hausarzt“ hatte, zu dem ich absolutes Vertrauen hatte.

Aber........da gibt es die „Fastlegerordning“ bei „Helsenorge.no“ , die ja das Recht beinhaltet nach seinem erneutem Zuzug „seinen alten Fastleger“zu bekommen.

Es enthält aber keine Vorschrift wenn man durch „Adminitrationfehler“ einfach durch eine nicht gerechtfertigte „Ausbürgerung“ und anschließender Rücknahme eines Beschlusses, die Folgen berücksichtigt.

Meine Beschwerde wurde auch beantwortet.

Man kann mich leider nicht auf die Liste meines bisherigen Hausarztes (Fastleger) setzen da er keine offenen Plätze hat.

Die bedeutet man kann mich entfernen aber auch nach einem ofensichtlichen Fehler nicht wieder einfügen.

 

Ach ja, Fehler gibt es ja auch nicht bei automatischen Systemen.

Man empfohl mir die Internetseite „helsenorge.no --Tauschen von Hausarzt“ aufzusuchen und mir einen neuen Hausarzt aus den „offenen Listen“ zu wählen.

So einfach ist das mit der Wahl des Arztes deines Vertrauens im abgeschlossen digitalen System.

 

Anschließend zu meinen Kontakt mit der „Beschwerde“ sollte ich noch meine Meinung dazu sagen wie ich diesen Kontakt mit ihnen bewerte, ............. worauf ich aber verzichtete.

 

Fazit:

 Ich muss mich einfach fit und gesund halten........

 

 

..... hab alles aufgegessen, da brauche ich hoffentlich keinen Hausarzt!!!

Das Leben geht weiter, immer weiter......

und nach der letzten telefonischen Mitteilung im Kampf gegen Administration wird ab 1. Oktober der alte Zustand nach einem "feil" wieder hergestellt.

Aber was ist schon ein Telefonat!

In einem Brief vom 24.Sept. wird mir nun aber mitgeteilt, das der Fastlege zum 1.Okt. ein "anderer" sei und dies der Kommune Hitra mitgeteilt wird? Im Zusatz steht ich könne auch einen anderen wählen, wenn er dann (mal) freie Kapazitäten hat !???

 

Der Tag geht zu Ende und als Fazit bleibt nur die ErkenntnisDas Leben ist eben ein ewiger Kampf,...... nicht nur in der Natur!

Gruß Klaus

Nachtrag: Im Jahr 2017 ist ohne Brief oder Anruf alles wieder wie vorher!  Da hat man den "Automat" wohl neu justiert!!!

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