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Klongtouren mit eigenem Boot in Bangkoks Kanälen

Erste eigene  Khlongfahrten  in Bangkok

Ich wohne in Bangkok im Stadteil Minburi,  wenn ich in den Wintermonaten in Thailand bin!


Was kann man dort machen?
Das war eine meiner Fragen als naturverbundener älterer Freiluftfanatiker , der die Innenstadt meidet.

Im Jahr 2009 erwuchs ein kleiner Traum mit einem eigenen kleinen Khlongboot in
Minburi am Pier anzulegen und dort einkaufen zu gehen.

 Nachdem ich dort einmal morgens  am Pier des Khlongs saß und einen älteren Thai mit seinem Boot beobachtete. Er hatte dort elegant angelegt, ist kurz einkaufen gegangen , mit einem offensichtlichen Frühstück und einer Zeitung dann ebenso elegant  wieder abgelegt und im Boot stehend mit Motorkraft im Nebenkhlong verschwunden.
Ein Farang am Steuer (Motor) dürfte dort äußerst selten sein aber mein kleiner Traum war da und wurde umgehend verwirklicht.
Jedoch hat mein "Heimatkhlong" Bueng Kwang ein Sperrwerk , so ist es mir verwehrt in die Innenstadt zu fahren.

 

Zum Boot:
Der Preis mit 100km Transport war ok. Es ist ein überholtes, gebrauchtes Boot. 
Haben es im Dschungel  bei Damnoen Saduak, Ratchaburi  auf einer kleinen „Bootsbauwerft“gekauft und es wurde nach Minburi gebracht. Ein Holzboot in dieser Wärme zieht an den kritischen Stellen  erst einmal viel Wasser bis die Spalten dicht sind. Es benötigt oft einer Überholung und Pflege. Einen 5,5 PS Motor Platinium mit Halterung und "Longtail" Antriebstange mit Schraube hatte ich schon vorher besorgt.

 


Habe dann ja auch einen Anleger (Hafen) mit  Sonnenschutzdach  bauen lassen .

 


Eine Bootswerft in der Umgebung habe ich nicht gefunden, aber vieleicht
weiß ja mal einer etwas hier in der Nähe von Minburi (für Holzboote!!!!)

Östlich vom alten Müang Minburi hat der Khlong Saen Saep kurz hinter dem What Saensuk auch ein Sperrwerk.
Offensichtlich sind die Wasserwege alle östlich-westlich gesperrt.

Meine ersten kleinen "Abenteuerfahrten" auf den östlichen Khlongs Richtung
Non Chock und Lat Krabang waren so interessant , aufregend und
spannend, dass ich meinen kleinen Traum -vom Anlegen am Minburi Pier
vergessen hatte.

Es ist wirklich nicht einfach solche Boote zu fahren und ich habe schon "Lehrgeld " bezahlt.
Als ich 2009 mit einem Boot beginnen und probieren wollte, habe ich mir erst mal eine blaues Plastikboot ("Badewanne") und zwei Paddel gekauft.

 


Ich bewege mich in Norwegen im Sommer oft auf einem Boot, aber die sind breiter.

Da ich nicht mehr ganz frisch bin, wollte ich das doch erst einmal probieren ob es überhaupt noch geht.
Es ging und so baute mein Nachbar auch einen Motor auf das Boot.
Es war sehr labil und wackelte, aber es ging !!!
Und so machten wir (Tochter die zu Besuch da war und ich) kurze Probefahrten….. .und es ging und ging……..bis ich mal zur "falschen Seite" wendete und der hohe Schwerpunkt Rache nahm!

Zu erwähnen ist noch , dass wir Begeisterung an den Khlongufern
hervorriefen -- mit motorisierter blauer Badewanne--- auch  hoffentlich Anerkennung für den Mut.
Bei der Kenterung waren sofort viele Helfer zur Bergung in den Khlong gesprungen.
Meine Tochter die nicht freiwillig im Khlong baden würde ,nutzte jedoch den
Zwangsaufenthalt im Wasser um schwamm noch ein wenig Khlongaufwärts, zur
Begeisterung der zusammengelaufenden Anwohner.
Dann waren aber alle jungen Männer aktiv, das Boot wurde
aufgerichtet, der Motor vom Grund geborgen und ein männlicher "Mitpaddler" half
mir das Boot gegen den Strom in den "Heimathafen" zur bringen -auch
durch meterhohe Wasserhyazinten.

 


Das neue Holzboot  ist stabiler und ich habe viel gelernt und trainiert.  Hatte als Jugendlicher
auch ein "Paddelboot einem Sachs "Seitenborder" und Langachse, aber  feststehend und mit Ruderanlage.
Wie immer... es wurde besser und besser !!

 

 

 



Dies ist nicht weit von meinem "Heimathafen", beim Nachbarn Wang.

Die netten Pflanzen sind ein großes Problem, nicht nur im "Heimatkhlong Pai Luang"
Wenn man morgens los fährt weiß man nie wie der Tag endet , das nennt man dann auch tägliches kleines Abenteuer .



Ich wurde mal gefragt,was machst du denn eigentlich wenn du irgendwo in der Khlongpampa - weit weg von der Minburi-Heimat - hängenbleibst?

Das frage ich mich jedesmal wenn ich eine längere Tour mit vielen "Unbekannten" mache. Ich habe ein Telefon, habe im "Seesack" immer etwas Bargeld und die Erfahrung, daß man hier in Thailand "äußerst hilfsbereit" ist, besonders wenn es keine Touristen gibt und du noch etwas in "Thaistil" machst, hier mit einem Klongboot fahren.
Nach änfänglichen Bedenken habe ich jetzt überhaupt keine Angst mehr, auch ohne thai Sprachkenntnisse.
Es ist teilweise ein kleines Paradies , viel Natur und Tiere, alle Arten von Vögeln, Warane, Schlangen pp..
Mit "Offiziellen" hatte ich auf dem Wasser noch keinen Kontakt.
Die Besatzungen der manchmal anzutreffenden Boote der "Wasserämter" grüßten immer freundlich.

Von einigen der Touren und Begebenheiten werde ich noch berichten

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Kommentare: 1
  • #1

    Jürgen (Mittwoch, 21 Dezember 2016 06:20)

    Finde ich toll was Du machst ,ich habe meinen Bootsführerschein in Deutschland gemacht und fuhr ein schönes Boot .
    Hier fahre ich höchstens von Min Buri mit dem Schnellboot nach Bangkok,aber ein eigenes Boot ist schon was feines .
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Spass.
    LG Jürgen